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Schüler und Bürger - eine besondere Beziehung

Festausschuss 1930
Festausschuss 1930

In der Kleinstadt Münnerstadt entstand schnell eine enge Bindung zwischen Schülern und Bürgerschaft. Klosterschüler und Seminaristen waren fester Bestandteil des Lebens in Mürscht. Das galt noch mehr für jene Stadtschüler, die in Münnerstadt zur Untermiete wohnten. Auch die Fahrschüler knüpften während ihres täglichen Aufenthaltes in der Stadt vielfältige Kontakte zu den Bürgern.

Die Münnerstädter "liebten" ihre "Studentlich", wie sie besonders die in der Stadt wohnenden Schüler nannten. Immerhin brachte jeder Untermieter Geld in die Kassen der nicht gerade reichen Bürger. Nicht wenige blieben ganz "hängen" - an den Töchtern und Söhnen der Münnerstädter. Ehen zwischen den ehemaligen Schülern und den Münnerstädter Schönen waren nicht selten. Jeder Stadtschüler, der nach den Ferien oder einer Wochenend-Heimfahrt wieder in sein möbliertes Zimmer zurückkehrte, brachte Neuigkeiten mit, über die man lange reden konnte.

In der kleinen Stadt konnte man sich nicht aus dem Weg gehen. Alle lebten auf engem Raum zusammen. So kannten sich nicht nur die einzelnen Jahrgänge und Klassen, sondern alle Studierenden des Gymnasiums. Die daraus entstandenen Beziehungen hielten weit über die Schulzeit hinaus.